Der Taufstein:
- ist aus hellgrauem Sandstein gefertigt
- besteht aus dem ausladenden achtkantigen Taufbecken auf
einer gedrehten Säule, welche auf einem massiven achtkantigen
Fuß steht
- die eingelegte Taufschale aus Zinn trägt die Inschrift “Der Patron
Hans Rudolph Wilhelm Ferdinand von Bischoffwerder der Kirche zu
Marquardt 1844”
Die Kanzel:
- Fuß, Stützsäule, die Kanzel selbst sowie der Schalldecke sind der
achteckigen Form des älteren Taufsteines angepasst
Das Epitaph:
- aus Sandstein gefertigt
- Hofrat Bernt Friedrich v. Münchow, Offizier und Rittergutsbesitzer
von 1781 bis 1789, ließ es zum Andenken an seine Frau errichten
Gedenktafel aus Stein:
- die vor dem Altar in den Boden eingelassene Grundtafel erinnert an
die zuletzt in der alten Kirche “beim Staube der vergangenen
Geschlechter” beigesetzten Bischoffwerder-Töchter Blanca von
Malzahn (1825) und Marianne Berta von Ostau (1823) sowie die
Schlabrendorf-Töchter Louison von Enkevort und Pauline von
Geusau
Gedenktafeln aus Holz:
- Gedenktafel zu Ehren der in den Befreiungskriegen gegen Napoleon
1813 - 1815 gefallenen Marquardter
- auf einer weiteren Holztafel sind die im ersten Weltkrieg gefallenen
und verwundeten Soldaten verzeichnet
Die Kirchenglocken:
- die Bronzeglocke musste am 02. August 1917 zum Einschmelzen für Kriegszwecke abgeliefert
werden
- da sie anders nicht zu transportieren war, wurde sie auf dem Turm in 39 Stücke zerschlagen
- ein übrig gebliebenes Bruchstück trägt das Kürzel WAR (engl. war = Krieg)
- bald nach Kriegsende wurden drei neue eiserne Glocken aus Apolda angebracht
Die Ravené-Familiengruft:
- ein mit weißglasierten Klinkersteinen ausgemauertes Gruftgewölbe, das sich unter der
östlichen Aspis befindet sowie unter dem Rasen neben der Außenwand
- hier stehen die Sarkophage von Louis Ravené, seiner Ehefrau Martha, seines Sohnes Emmo
und seines Schwiegersohnes Prof. v. Bardeleben
- für seinen Schwiegersohn Freiherr v. Schleinitz und eines seiner Kinder wurden Gedenktafeln
angebracht bzw. in den Boden eingelassen
Informationen und Bilder mit Erlaubnis des Autors entnommen aus dem Buch
Grittner, Dr. W.: Zur Geschichte der Marquardter Kirche. Marquardt, 2001